Formen der Elternarbeit

  • Individueller Informationsaustausch mit Eltern oder Erziehern in kurzfristig terminierten Gesprächen oder Telefonaten: Diese Form der Elternarbeit nimmt an der Martinsschule primär in der Zusammenarbeit mit dem Martinswerk, aber auch bei anderen Erziehungsberechtigten einen besonders breiten Raum ein, da der Klassenlehrer so frühzeitig bei pädagogischen Problemen oder anderen Anlässen (z.B. anstehende Heimentlassung, Rückschulung usw.) Eltern oder Erzieher informieren und in weitere pädagogische Maßnahmen einbinden kann.

 

 

  • Beratungstage im Mai und November jedes Jahres: Anhand der halbjährlich zu erstellenden individuellen Förderpläne analysiert der Klassenlehrer zusammen mit dem Schüler und den Erziehungsberechtigten den derzeitigen Entwicklungsstand des Schülers hinsichtlich Arbeits- und Sozialverhalten sowie Schulleistungen. Die vom Lehrer formulierten Ziele und individuellen Fördermaßnahmen werden mit Erziehungsberechtigten und Schülern abgestimmt und unterschrieben.

 

  • Klassenpflegschaftssitzungen finden zu Beginn jedes Schulhalbjahres statt. Die Erziehungsberechtigten erhalten Informationen über Klassensituation, Schulveranstaltungen, Unterrichtsinhalte, etc. Institutionalisiert ist ebenfalls die Mitarbeit der Erziehungsberechtigten in Schulpflegschaft und Schulkonferenz.

 

  • Im Rahmen von Hilfeplangesprächen analysieren in Jugendhilfeeinrichtungen (Martinswerk und Internat Bad Fredeburg) etwa 1 bis 2-mal jährlich Eltern, Jugendamtssachbearbeiter und ErzieherInnen den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes und planen die weitere pädagogische Arbeit. Darin nimmt die schulische Entwicklung des Kindes häufig breiten Raum ein, so dass der Klassenlehrer nach Möglichkeit an diesen Gesprächen teilnimmt oder einen Schulbericht schreibt.

 

  • Elternarbeit im Zusammenhang der Berufsorientierung und Berufswahl: Die Martinsschule koordiniert die Arbeit verschiedener Instanzen mit ihren vielfältigen Maßnahmen zur Berufsfindung und bezieht die Erziehungsberechtigten in diesen Prozess ein; dazu gehören Berufsorientierung, Berufsberatung, Suche nach Praktikumsstellen und nach einem geeigneten Ausbildungsplatz. (Konkretere Informationen sind dem Kapitel „Berufsorientierung“ zu entnehmen.)
  • Weitere Bereiche der Elternarbeit:

Eltern und Erzieher übernehmen verschiedene Aufgaben bei den unregelmäßig stattfindenden Schulfesten oder Projekttagen.

In Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten kooperiert die Martinsschule entsprechend den individuellen Erfordernissen mit Tagesgruppen und verschiedenen therapeutischen Einrichtungen.

Im „Schulprojekt“ des Martinswerkes werden einzelne Schüler aus dem Martinswerk stundenweise betreut, die den Unterrichtstag aufgrund massiver Verhaltensauffälligkeiten nicht bewältigen.

Eltern bzw. Erzieher können nach Absprache mit dem zuständigen Klassenlehrer im Unterricht hospitieren.