Maßnahmen zur Gewaltprävention

Schulklima

Ein positiv empfundenes Schulklima ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Gewaltprävention. Eine enge Orientierung an unserem Leitbild ist für alle am Schulleben Beteiligten unabdingbar. Orientierung bieten weiterhin die Schulordnung, Klassenregeln sowie die von Schülern und Lehrern gemeinsam erstellten vier Grundregeln der Konfliktberatung:

  • Wir haben das Recht, ohne Angst zur Schule zu gehen.
  • Wir haben das Recht, störungsfrei zu lernen.
  • Wir gehen rücksichtsvoll und gewaltfrei miteinander um.
  • Wir wollen fremdes Eigentum nicht beschädigen oder entwenden.

Sie erheben den Anspruch auf Verständnis, Toleranz und Respekt für den Anderen und die Forderung nach Kooperation, Transparenz und Verlässlichkeit. Die Chance zur Mitgestaltung und Mitverantwortung muss für alle in der Schule gegeben sein.

Aufsicht

Die Pausenaufsicht wird planmäßig von jeweils 3-4 Kolleginnen und Kollegen durchgeführt. An der Martinsschule befinden sich nach Möglichkeit alle Schüler im Blickfeld eines Lehrers. Aufsichten werden vor der Schule (Frühaufsicht), in der großen und kleinen Pause und an den Taxen durchgeführt. Zu Beginn jedes Schuljahres, bei Bedarf auch des Halbjahres, wird der Pausenaufsichtsplan erstellt. Die Vertretungsregelung für die Pausenaufsicht gewährleistet, dass eine Pausenaufsicht immer vorhanden ist.

In besonderen Situationen, wie Schneeballschlacht oder Gangbildung, über- nimmt das Kollegium nach Bedarf „als Ganzes“ die Beaufsichtigung der Schüler (siehe auch: Regelung zur Pausenaufsicht an der Martinsschule).

Pausenangebote

Auf der Basis einer Umfrage zwischen Schülern und Lehrern erfolgte eine grundlegende Neustrukturierung unseres Schulhofes. Mit einer Aufteilung in zwei Altersstufen (Klasse 1-5 / Klasse 6-10) sollen Spannungen und Stresssituationen in der Pause abgebaut werden.

Altersgemäß eingerichtete Angebote an Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, wie Klettergerüst, Rutsche, Balancierstangen, Karussell, mehrere Tisch-tennisplatten, Sitzbänke und ein Basketballkorb bieten den Schülern Möglichkeiten zur Bewegung und Entspannung. Dieses Angebot wäre sicherlich noch ausbaufähig.

Eine Erweiterung des Pausenangebotes in Form einer „Innenpause“ bei Regen- oder Schneefall obliegt den Klassenlehrern, die in diesem Falle die Schüler beaufsichtigen.

Konfliktberatung

Schüler, die im Unterricht oder in den Pausen gegen Regeln verstoßen, sollen Gelegenheit finden, ihr Verhalten zu reflektieren. Zu diesem Zweck werden sie in den dafür vorgesehenen Beratungsraum geschickt. Dort werden sie von einem unserer vier Mitarbeiter unseres Beratungsteams empfangen, um den Konflikt zu klären. Dabei sollen die Schüler/innen erkennen, in welcher Weise ihre Regelübertretung das Zusammenleben in unserer Schule gestört hat. Sie sollen mögliche alternative Verhaltensweisen kennen lernen und erarbeiten. Sie sollen Wiedergutmachungsangebote vorschlagen, die für alle Beteiligten zufrieden stellend sind.

Gewaltproblematik im Unterricht

In geeigneter Weise und im angemessenen Umfang wird die Gewaltproblematik im Unterricht thematisiert. Dies geschieht je nach Altersstufe im Rahmen der Unterrichtsfächer Sprache (Primarstufe) sowie Deutsch, Englisch, Religion und Ethik in der Sekundarstufe I, z. B. in Rollenspielen und/oder Textinterpretationen.